Filmpremiere!!!!

 


Der Film

Während in Europa die ländliche Bevölkerung altert und verschwindet, machen sich überraschende Landschaften breit. Kulturland und Dörfer liegen verlassen da und bieten einer eigenwilligen Natur Platz, sich neu zu erfinden: Junger Wald gedeiht auf altem Feld, wilde Tiere streifen durch die Trümmer.

Der Sog der Wirtschaftszentren lässt in abgelegenen Regionen die Landbevölkerung, ihre Kultur und ihre Landschaft auseinanderbrechen. Traditionelle Lebensweisen werden Erzählungen, Erzählungen zur Geschichte – und während die Stadt wächst, verblasst selbst die Erinnerung.

Doch aus den Rissen der Ruinen sprießen zarte Knospen und in den Rissen großer Veränderungen blühen kleine Geschichten. Ein nahezu verlassenes Alpental, darin ein Dorf, das beherzt sich erhebt zu behutsamem Überleben: Dieses Tal und dieses Dorf bieten den Rahmen, aus verschiedenen Blickwinkeln unsere Beziehung zum ländlichen Raum und zur Natur an sich zu reflektieren, zu hinterfragen.


Der Hintergrund

Auf Forschungsreise in einem von Abwanderung gezeichnetem Alpental im Friaul traf die Arbeitsgruppe DCA (Steinicke, Beismann, Löffler, Walder, Warmuth) des Geographischen Institutes der Universität Innsbruck auf Christopher Thomson.

Er war dabei zu dokumentieren, wie sich die Natur ganze Siedlungen zurückerobert, wir waren dabei zu dokumentieren, wie sich neue Dorfbewohner gegen den herannahenden Wald aufbäumen. Aus diesem Zusammentreffen erwuchs eine enge Zusammenarbeit zwischen der regionalSynergie und Christopher. Zentrale Fragestellungen aus akademischer Forschung werden nun dank Christophers feinsinnigem Gespür für das, was ihn umgibt, und seinem Talent, Wissen und Gesehenes in einer klaren Bildsprache miteinander zu verweben, in besonderem Kleid in die Gesellschaft transportiert.


Trailer

Die regionalSynergie

wurde von Michael Beismann nicht zuletzt deshalb gegründet. Er will drängende Themen nicht (noch) länger ausschließlich in der Grundlagenforschung versunken wissen..

In betreffendem Fall: Kaum jemand kennt diese Alpentäler, durch Abwanderung fast entleert, im Abseits des Massentourismus und der Transitrouten, doch jeder spürt, dass es in der Stadt eng wird! Kaum jemand weiß, dass diese Siedlungsräume jetzt verwildern und damit für menschliche Nutzung für immer obsolet werden, jetzt, wo es in der Stadt zu eng wird.

Noch weniger wissen, dass es seit einigen Jahren eine nennenswerte gegenläufige Bewegung gibt, denn es gibt Menschen, denen es in der Stadt bereits zu eng wurde! Sie sind möglicherweise noch in der Lage, manches zu ändern. Noch stehen uns viele dieser Lebensräume als attraktiver Anders-Leben(s)-Raum zur Verfügung. In manchen ist die Transformation zur „neuen Wildnis“ jedoch bereits abgeschlossen, viele andere sind, unterschiedlich schnell, auf bestem Wege dorthin.

PANEL DISCUSSION: DAS NEUE WILDE – DESHALB WIRD DAS EIN GROSSER ABEND

Welchen Wert haben diese Räume heute und in Zukunft für die europäische Gesellschaft?

– Aus rein naturwissenschaftlicher Sicht lässt sich das nur schwer reflektieren und von einzelnen Forschern und Denkern kaum beantworten. Deshalb werden Fragen wie diese (die nach dem Filmgenuss auch bislang Unbedarfte interessieren dürften) anschließend an die Premiere von externen Experten unterschiedlichster Sparten in einer kleinen Diskussionsrunde erörtert – präsentiert, moderiert und organisiert von der regionalSynergie, unterstützt durch das INFF und die Universität Innsbruck.