Großes Künstler- und Unkünstlertreffen mit Stargast Jörg Wunram

Montag 13:00 bis 19:45 Uhr 6. September, alteSchule-neuesLeben

Großes Künstler- und Unkünstlertreffen mit Stargast Jörg Wunram, Podcast-Magier aus Hamburg. Er widmet dem Projekt „alte Schule für Neues Leben“ die folgenden Worte, Töne und Zitate (alle Fotos hier: danke saggrisch Armin Kuprian!):

Seit gut zwei Jahren steht sie leer. Die Schule in Neustift. Jetzt kehrt in das Gebäude wieder Leben ein. Wie, wer und was – darum ging es an diesem schönen Montag. Mit dabei ehemalige Lehrer, SchülerInnen, Künstler, interessierte Stubaier, Auswärtige…

 
 
 
Hier könnt ihr hören, wie sich das anfühlte:

„Das ist schon ein besonderes Gefühl, wieder durch die Schule zu wandeln“, erzählt Christian Egger.
Mehr als 30 Jahre lang hat er hier am Schulweg 1 Mädchen und Buben unterrichtet.

 

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„Leerstand“, sagt der Neustifter Künstler Robert Pfurtscheller, „hat mich immer schon interessiert. Denn man muss so gut wie nie etwas abreißen. Alles ist transformierbar. Vor einigen Jahren bin ich zum Bürgermeister gegangen und habe ihm meine Ideen präsentiert, wie man die Schule künftig nutzen könnte.“

 

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Nun hat der Gemeinderat den Innsbrucker Wissenschaftler und Regionalentwickler Michael „daMuch“ Beismann beauftragt, der alten Schule neues Leben einzuhauchen. Seine Mitarbeiterin Caroline Oswald hilft ihm dabei, wie auch der nimmermüde Robert Pfurtscheller. „Es geht darum, die Kreativität der Stubaier zu wecken, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse von Anfang an zu nutzen und gemeinsam die Zukunft zu gestalten“, sagt daMuch, der Geographen, der am liebsten „draußen mit den Leuten seine gesammelten Forschungsergebnisse in der Lebenswirklichkeit von Dörfern und Tälern umsetzt.“ Das Stichwort heißt: „Das, was ohnehin im gesamten Tal vorhanden ist, wieder so miteinander zu verknüpfen, dass neue Ideen und Perspektiven entstehen.“

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Unter einem Lehrmittelschrank zieht ein Gast ein altes Heft hervor. „Hey, die Matheaufgabe könnte ich nur noch mit Mühe lösen. Ganz schön viel Rotstift“, lächelt der Mann aus Norddeutschland. „In Deutsch war ich noch schlechter.“ Erinnerungen. Gute, weniger gute, lustige.

Vieles ist noch intakt. „Aber natürlich muss einiges auf Vordermann gebracht werden, ehe das Gebäude umfassend genutzt werden kann“, fasst Caroline Oswald die mittelfristige Arbeit der Zukunft zusammen. „Aber toll, dass heute schon so viele Menschen da sind und sich einbringen.“

„Aber bitte ohne Denkschranken“, animiert regionalSynergie-Chef Beismann die Besucher. „Wir bekommen nun die Möglichkeit, die Zukunft gestalten. Das sollten die Stubaierinnen und Stubaier nach ihren Wünschen und Bedürfnissen tun. Wir dürfen nicht mit der Erstellung einer Liste beginnen, in der wir sammeln was alles nicht geht. Wir müssen darüber nachdenken was notwendig ist und den größten Mehrwert bringt und dann – gemeinsam – herausfinden, wo und wie wir – gemeinsam – anpacken können.“

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„Danke Jörg“, sagt die Schule, „für deinen Besuch! Bitte beehre uns wieder und schau dir dann unseren Fortschritt an! Und: darf ich dir, der du von außen, geradezu von oben kommst, morgen ein paar Fragen stellen?“ – „Natürlich“, sagt Jörg, „bis morgen!“
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